Das heilpädagogische Reiten findet für die Kinder und Jugendlichen einzeln oder in Kleingruppen einmal wöchentlich statt. Der Umgang mit Pferden erweist sich für ihre körperliche und seelische Entwicklung als sehr heilsam,

weil sie - in der Beziehung zu Menschen zumeist zutiefst verletzt - mit den Pferden ein grundsätzliches Angenommensein erfahren.
Ein zentrales Moment in der Reittherapie ist das gegenseitige Geben und Nehmen zwischen Kind und Tier. Das Pferd trägt und erträgt das Kind in all seinen Facetten und das Kind versorgt das Pferd dafür mit Pflege und Nahrung.

Die alternativen Erfahrungen nehmen positiven Einfluss auf die Gesamtpersönlichkeit und fördern die eigene Körperwahrnehmung, damit zusammenhängend auch die kognitive Entwicklung und ganz entscheidend die Beziehungsfähigkeit. Das Kind/der Jugendliche erlebt vielleicht zum ersten Mal angstfrei, angenommen und akzeptiert zu werden.
Wir haben zwei reittherapeutische Abteilungen mit insgesamt 16 Pferden. Stationär und ambulant werden etwa 300 Kinder und Jugendliche betreut.

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