Zugehörigkeit
Kinder und Jugendliche müssen sich angenommen, sicher und respektiert fühlen. Dies ist nur dann möglich, wenn sie sich – wie in einer intakten Familie – zu Hause fühlen und geborgen wissen. Daran arbeiten alle unsere MitarbeiterInnen, indem sie ein Klima herstellen, das Sicherheit und Wärme vermittelt.
Wertschätzung
Wir alle, Kinder, Jugendliche und MitarbeiterInnen haben Stärken und Schwächen, sind aber zugleich Menschen in verschiedenen Lebensstadien und mit unterschiedlichen Befindlichkeiten. Deswegen schätzen wir den Anderen im Wortsinn »wert«; das bedeutet, auch bei unerwünschtem oder uns »fremdem« Verhalten wenden wir uns dem Mitmenschen zu, bieten uns an als verlässliche Ratgeber, zeigen unser Mitgefühl und geben Orientierung.
Identitätsfindung
Im Zentrum unserer Arbeit für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen steht das Bemühen, sie bei der Suche nach ihrer Identität mit aller Kraft zu unterstützen: »Woher komme ich?«, »Wo stehe ich im Moment?«, »Wo will ich hin?« sind dabei die zentralen Fragen. TherapeutenInnen, PädagogenInnen, Familien und allen übrigen am Erziehungsprozess Beteiligten arbeiten im Team daran, gemeinsam mit unseren Kindern und Jugendlichen befriedigende Antworten auf diese Fragen zu finden. Diesen Weg zur Selbstfindung verstehen wir als Prozess, der ständig begleitet, aber auch hinterfragt werden muss.
Humor und Lebensfreude
Unsere Kinder sind, wie alle Kinder. Sie sind spontan, kreativ und haben in der Regel Freude am Leben. Wir betrachten es als wesentliche Aufgabe, ihnen Lebensfreude zu bewahren, zu stärken und zu erhalten. Für uns MitarbeiterInnen ist das nur möglich, wenn wir selbser dem Leben positiv gegenüber stehen und diese Einstellung im Alltag zeigen und weitergeben. Dazu gehört eine gute Portion Humor. Unsere Kinder und Jugendlichen sollen von uns lernen, auch in schwierigen Situationen gemeinsam über sich lachen und Freude empfinden zu können. Das schafft Distanz und macht vieles leichter.
Menschlichkeit
Trotz vieler Schwierigkeiten im Alltag wollen wir »Mensch« bleiben; wir wissen um unsere Schwächen und Stärken und um die der anderen. Wenn wir uns selbst annehmen können, können wir auch Andere annehmen, ohne sie zu diskriminieren oder sie gering zu schätzen. Wir vertreten deswegen letztlich ein von Humanismus und Aufklärung geprägtes Menschenbild, in dem die Individualität des Einzelnen im Vordergrund steht. |